Sportfotografie Ausrüstung- 5 Tipps zum Start

Wenn man an Sportfotografen denkt, dann hat man unweigerlich das Bild vor Augen, wie Menschen hinter der Bande sitzen und mit ihren großen, weißen Objektiven das Spiel verfolgen. Diese Objektive liegen preislich jedoch im Bereich eines Kleinwagens.

Sportfotografie Ausrüstung- 5 Tipps zum Start
Sportfotografen bei der Arbeit

Die Wenigsten werden oder wollen hier direkt so viel “Kleingeld” übrig haben, um die direkt ins obere Regal der Sportfotografie Ausrüstung zu greifen.

In diesem Beitrag gebe ich dir fünf Tipps die dir bei deiner Entscheidung helfen.

Erster Tipp Sportfotografie Ausrüstung :Die Kamera

Natürlich kann man mittlerweile gute Fotos mit dem Handy machen und auch häufig reicht eine gute Kompaktkamera. Es werden sicherlich einige brauchbare Bilder bei rumkommen, die du stolz zeigen oder auf deinen Social Media Kanälen veröffentlichen kannst. Und mit viel Übung und dem richtigen Gespür für die Situation werden wahrscheinlich sehr viele gute Bilder dabei sein.

Meistens sind es jedoch Schnappschüsse. Wenn schnelle Bewegungen oder Spielszenen fotografieren möchtest, stoßen Handy und Kompaktkamera schnell an ihre Grenzen. Und der Grund hierfür liegt im langsamen Autofocus. Das heißt also, dass der Motor zu schwach ist, um die Bewegung permanent scharf zu stellen.

Wenn du also schärfere Fotos machen möchtest, dann achte auf einen guten und schnellen Autofocus bei deiner Kamera. Ich habe seit einiger die Nikon D500 im Einsatz und bin damit sehr zufrieden.

Zweiter Tipp Sportfotografie Ausrüstung: Das Objektiv

Die Auswahl an Objektiven hat in den letzten Jahren nochmal deutlich zugenommen und es ist immer schwieriger den Überblick zu behalten. Neben den hauseigenen Objektiven, die es zur passenden Kamera gibt, kommen immer mehr Hersteller auf den Markt, die Objektive für verschiedenen Marken anbieten.

Bei dem Objektiv kommt es vor allem auf zwei Dinge an. Erstens die Lichtstärke und zweitens die Brennweite. Wenn man bei einem Abendspiel oder einer Halle fotografiert, dann ist die Beleuchtung in der Regel recht schwach. Man kann natürlich die Verschlusszeit verlängern, sodass mehr Licht einfällt. Dies geht aber häufig zu Lasten der Schärfe und Bewegungen werden verschwommen eingefangen.

Um dieses Problem zu umgehen, bieten sich Objektive mit einer großen Offenblende an, die einfach mehr Licht aufnehmen. Auch wenn diese teurer sind, lohnt sich der Kauf. Ich habe auch lange Zeit meine Bilder mit einem 18-270 f 3.5-6.3 Telezoom Objektiv geschossen. Tagsüber waren die Ergebnisse ganz in Ordnung, bei schlechten Lichtverhältnissen dann jedoch nicht mehr.

Nach einigem Überlegen habe ich mir das Tamron 70-200mm mit einer durchgängigen Blende von 2.8 geholt. Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden und ich habe schnell gemerkt, dass es eine gute Anschaffung war. Aber auch hier kommt man bei Spielen mit schlechter Belichtung auch an seine Grenzen und muss die Belichtung zum Teil verlängern oder die ISO Werte hochsetzen.

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Eine lange Brennweite hilft dabei, auch weiter entfernte Motive groß in Szene zu setzen. (Brennweite im Bild: 200mm)

Dritter Tipp: Belichtungszeit und Blende

Gerade beim Sport, wo es um Dynamik und Tempo geht spielt die Belichtungszeit eine wichtige Rolle. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, wie das Zusammenspiel zwischen Belichtungszeit und Blende funktioniert.

Um schnelle Bewegungen einzufrieren und festzuhalten, brauchst du eine sehr kurze Belichtungszeit. Je nach Sportart oder Klasse liegt diese meistens bei 1/500 Sekunden, meistens sogar noch kürzer. Dementsprechend ist wichtig eine Kamera zu haben bei der du die Belichtungszeit einstellen kannst, um dich der Situation anzupassen.

Je weiter die Blende ist, umso mehr Licht kommt rein und umso kürzer kannst du die Belichtungszeit setzen. Dadurch kann man Situation wunderbar einfrieren und man hat keine verschwommenen Bilder.

Offene Blenden haben zudem den Vorteil, dass der Hintergrund meistens verschwommen ist und das eigentliche Motiv im Mittelpunkt steht. Somit hat man eine wunderbare Freistellung.

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Foto mit einer Blende f2.8 und einer Belichtungszeit von 1/1250. Die Spieler sind scharf, der Hintergrund ist unscharf. Die schnelle Bewegung ist eingefangen und man sieht sogar die hochfliegenden Sandkörner.

Vierter Tipp: Autofokus

Egal ob Fußball, Pferderennen oder Motorsport. Eure Motive sind ständig in Bewegung und häufig sehr schnell unterwegs. Um eure Motive auch scharf zu kriegen, braucht es einen guten und vor allem schnellen Autofokus. Wählt daher in den Einstellung die Motivverfolgung bzw. den kontinuierlichen Autofokus.

Fünfter Tipp: Üben, Üben, Üben

Wie so oft im Leben ist natürlich das Wichtigste, dass ihr dran bleibt und übt. Und das funktioniert nunmal am Besten, wenn ihr so oft wie möglich rausgeht und probiert. Lasst die Finger vom Automatik-Modus, sondern nutzt den manuellen Modus. Auch wenn es anfangs nicht immer sofort klappt, zahlt sich das Üben aus und mit der Zeit bekommt ihr auch die Bilder, die ihr wollt.

Setzt euch mit eurer Kamera auseinander, lernt zu Verstehen welche Möglichkeiten sie bietet und vor allem: verinnerlicht die Zusammenhänge zwischen Blende, Belichtungszeit und Iso.

Fazit Sportfotografie Ausrüstung:

Man kann sicherlich schon mit guten Handys und vielen Digitalen Spiegelreflexkameras brauchbare Bilder machen. Wer jedoch sich jedoch intensiver mit der Sportfotografie auseinandersetzen möchte, wird auch mehr investieren müssen.

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